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Stodos wJD1 gewinnt Kolding Handball Cup in Dänemark

And the winner is....

...Stockelsdorf

Wer hätte das gedacht, als die weibliche D-Jugend (Jahrgang 2004) am Karfreitag mit insgesamt 26 Personen nach Dänkemark zum Kolding Handball Cup reiste.

Nach rund 3 Stunden Fahrt kamen wir gut in Kolding an der Sydbank Arena an und konnten erste Eindrücke genießen. Die Unterbringung in der Brændkjærskolen war fahrtechnisch für die Spiele optimal und so ging es am ersten Abend gemeinsam zur Eröffnungsfeier in die Sydbank Arena. Insgesamt 5 Nationen aus den Niederlanden, Schweden, Deutschland, der Schweiz und Dänemark mit ca. 2000 Sportlern nahmen an dem Handballturnier teil.  

 

Gruppenphase:

Die Gruppenphase spielten wir etwas außerhalb im Fredericia Idrætscenter (6 Hallen!). In der Gruppe befanden sich neben den ATSV Mädels auch noch der Berlin Meister TSV Rudow1, HSV Hamburg-Hamm sowie der schwedische Vertreter Ljunghansen HK und der Gastgeber KoldingIF.  Das erste Spiel gegen KoldingIF begannen unsere ATSV Spielerinnen selbstbewußt und mit viel Elan. Schnell gingen die Mädels in Führung und bauten diese kontinuierlich dank einer starken Abwehr und klugem Angriff weiter aus. Nach den 2x15 Minuten stand es dann 23:12 für den ATSV und der erste Sieg war unter Dach und Fach.

 

Im 2.ten Spiel ging es gegen den HSV auf den Platz. Die Mädels ließen sich aber nicht aus ihrer Konzentration bringen und knüpften an die gute Leistung aus dem 1. Spiel an. Die Hamburgerinnen hielten dagegen und konnten ein paar Minuten vor dem Ende sogar kurzzeitig den Ausgleich erzielen, bevor die Stockelsdorferinnen das Spiel dann mit einem 2 Tore Vorsprung beenden konnten. Hier war der Endstand dann 20:18 für den ATSV. Dieses Spiel hatte aber viel Kraft gekostet, was sich im nächsten Spiel dann bemerkbar machte.

 

Das 3. Spiel musste dann gegen den Berliner Meister TSV Rudow 1 ausgetragen werden. Nach 20 Minuten schwanden die Kräfte, wodurch sich unzählige Fehlpässe in das Aufbauspiel schlichen. Aufgrund dieser aufsummierten Fehler ging das Spiel verdient mit 15:11 an die Berliner.

 

Das letzte Spiel in der Gruppenphase sollte somit unbedingt mit einem Unentschieden oder Sieg für den ATSV ausgehen, um das Ticket für das Viertelfinale zu lösen. Die Schweden hatten wie wir gegen TSV Rudow verloren und gegen KoldingIF gewonnen. Da wir nur 1 Spiel Pause hatten, waren die Kräfte unsererseits noch nicht wieder aufgefüllt und so begann ein Spiel bei dem die pure Lust auf das Viertelfinale die Mannschaft nach vorne getrieben hat. Im Ergebnisgleichschritt marschierten die Mannschaften zum Spielende. Mit den letzten Kräften brachten wir das Spiel erfolgreich zum Abschluss und gewannen 19:18 und zogen somit als Gruppenzweiter in das Viertelfinale ein.

      

Finalrunde:

Am nächsten Tag stand nun gleich um 09:00 Uhr das Viertelfinale gegen die 2. Mannschaft des TSV Rudow an. Die Mannschaft wurde vom Trainergespann rund um Ralf Hüge und Jacqueline Edelmann intensiv vorbereitet und so standen 12 Mädchen mit festem Siegeswillen auf dem Platz 1 in der großen Sydbank Arena.  Die Mädels waren so heiß, dass der sportliche Gegner wohl gar nicht sicher war, was nun passierte, aber die Stockelsdorferinnen marschierten Tor um Tor in Richtung Halbfinale. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer am Center Court gewannen die ATSV Damen mit 19:6 dieses Viertelfinale.

 

Nun konnten wir uns 1 Stunde auf den nächsten Gegner im Halbfinale vorbereiten. Dieser Gegner sollte kein geringerer,  als der 1.Platzierte der Ostholsteinliga, HSG Ostsee N/G, sein. Die HSG Ostsee hatte ihre Gruppe souverän und verlustpunktfrei gewonnen. Da sich viele Mädels der beiden Mannschaften aus der Schule und dem Stützpunkttraining kannten, fieberten sie diesem besonderen Halbfinale entgegen. Das Spiel auf Platz 4 der Sydbank Arena startete furios. Die ATSV Mädels zeigten keine Angst vor dem starken Gegner und die Zuschauer rieben verwundert ihre Augen mit welchem Tempo und starkem Teamgeist der ATSV das Spiel gestaltete. Im Laufe des Spieles zeigten beide Mannschaften dann ihre individuelle Klasse und so blieb das Spiel auf hohem Niveau. Doch die Stockelsdorferinnen konnten das Spiel am Ende klar mit 17:13 für sich entscheiden. Das Finale war erreicht.

 

Die Leistung der Mädels hatte sich wohl rumgesprochen, denn wenn man so durch die Halle ging, hieß es des Öfteren: Stockelsdorf?? Habt ihr die gesehen. Stark , wo liegt das denn?

 

Bevor das Finale gegen den TSV Rudow 1, die sich auch souverän bis in das Finale spielten,  stattfinden sollte, gingen unsere Mädels zum Spiel um Platz 3 und feuerten lautstarkt die HSG Ostsee gegen die Schweden von Ljunghansen HK an. So sieht gesunder Sport aus, Gegner auf dem Platz und Verbundenheit außerhalb des Wettkampfes.  So gewannen die HSG Mädchen dann das kleine Finale mit 16:11 und sicherten sich die Bronzemedaille.

 

Das Finale am Sonntag, den 16.04.2017 um 14 Uhr war dann etwas ganz Besonderes für beide Mannschaften.

Eine gut gefüllte Halle, tolle Stimmung und dann angeführt von einer deutschen Fahnenträgerin, musikalisch begleitet von der Hymne “Heart of Handball” betraten die beiden Finalisten das Spielfeld. Das Spiel war einem Finale würdig. Es war durchgehend Spannung bis zum Zerreißen und an Dramatik kaum zu überbieten. Die HSG Ostsee Mädels gaben alles um die Stockelsdorferinnen zum Sieg zu puschen. Wie schon in der Gruppenphase schenkten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit keinen Boden und die Abwehrreihen standen auf beiden Seiten sicher. Im Angriff konnten die Stockelsdorferinnen durch ihre schnellen Spitzen den einen oder anderen Tempogegenstoß verwandeln. Zur Halbzeit stand es 8:8. Die zweite Halbzeit war dann eine reine Abwehrschlacht, bei denen die Torhüterinnen ihr Können zeigten. Trotzdem konnten sich die ATSV Mädels absetzen und führten 4 Minuten vor dem Ende mit 2 Toren. Dann begann wieder die Nervösität um sich zu greifen. Innerhalb kürzester Zeit waren die Berlinerinnen plötzlich wieder dran und 90 Sekunden vor Schluss stand es 13:13.  Nun hieß es Nerven behalten. Das 14. Tor für unsere ATSV Mädels wollte einfach nicht fallen und so kam es wie es kommen musste, Rudow ging das erstemal in diesem Spiel mit 14:13 in Führung. Der Funke “Wir wollen das Ding hier rocken” ging dann wieder in Flammen auf und so glich Finni  20 Sekunden vor Abpfiff zum 14:14 aus. Den letzten Gegenangriff konterte unsere Torhüterin Mareike mit einer Parade und konnte so noch einen Tempogegenstoß einleiten. Dieser endete dann in einem Freiwurf mit der Schlusssirene. Gegen die Wand aus 6 großen Rudower Mädchen konnte selbst unsere große Emma nichts mehr ausrichten. Somit blieb nur noch das 7m Werfen, um den Sieger zu ermitteln.

Spannung pur. 

 

7 Meterwerfen


TSV Rudow: Übertritt

ATSV: Finja trifft zum 1:0

TSV Rudow: Leonie hält

ATSV: Mia trifft zum 2:0

TSV Rudow: trifft zum 2:1

ATSV: Charonne trifft zum 3:1

TSV Rudow: trifft zum 3:2

ATSV: Emma trifft zum Turniersieg 4:2
 

Eine überglückliche Mannschaft feierte ihren ersten internationalen Turniersieg ausgiebig bei dem einen oder anderen Kaltgetränk und nahm am Abend den Siegerpokal sowie die Goldmedaillen ehrenvoll entgegen.

Vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!! Unser Dank geht auch an das Reisebüro Gnissau mit ihrer großzügigen Spende, an Edeka Martens, wo wir im LUV eine Kuchenaktion veranstalten und somit Spenden einsammeln durften sowie an unsere Jugendwartin Birgit Mierendorff, die es uns ermöglicht hat, die Spielfeste unserer Minimix mit Kuchen und Crepes zu versorgen.

Ein tolles Erlebnis und jetzt sagen viele viele Menschen mehr: Stockelsdorf, ja kennen wir nun.  

 

ATSV Mannschaft

Emma Hüge, Celine Edelmann, Lisa Knorr, Mia Sablowski, Charonne Domche, Finja Kausch, Nele Marie Jeschke, Julia Frank, Annika Busse, Cira Humberg und die Torhüterinnen Mareike Gerds sowie Leonie Fee Majewski

Trainergespann: Ralf Hüge & Jacqueline Edelmann

 

Bericht: Nils Majeswski

 

http://www.ln-online.de/Lokales/Bad-Schwartau/ATSV-Handballerinnen-sind-die-Osterueberraschung-in-Kolding

http://www.hlsports.de/index.php?content=news&view=20741